„Recht und Freiheit im Journalismus?“ als Thema am Samstag und Sonntag Ende August in der Evangelischen Hörfunkschule im Medienhaus in Frankfurt, wo ich mal kurz am Wochenende reingeschaut (und den Altersdurchschnitt damit enorm hochgepusht) habe :).

Journalismus in der Ära von Facebook. Um mehr Dialog mit den Hörern geht es jetzt – Coach Patrick Lynen meint: „Radio soll nicht Facebook machen, sondern faceradio sein“. Der Mann hat unlängst die Redaktion von DRadio Wissen gecoacht. Bei Servicewellen wie hr3 sieht er für junge JournalistInnen nicht so recht eine Zukunft. Weil man da keinen gut recherchierten Beitrag mehr unterbekomme. Meint Patrick Lynen.

Es war im Medienhaus ein gewisser Stolz zu spüren, dass man alles auf 1:30 bringen kann heutzutage.

Die Frage, die sich mir dabei aufdrängt: reicht das?

Was für Perspektiven hat der Journalismus in der Ära von Facebook, Google+, Twitter, Xing und Co?

OK, wir haben als Journalisten immer noch eine „Leuchtturmfunktion“. Das ist eines dieser Lieblingsworte, die gleich vor oder nach „Storytelling“ kommen.

Beim Leuchtturm stehen wir also nahe an den Klippen und weisen den Leuten den Weg, beim Storytelling machen wir, was wir eh tun sollten: den Leuten etwas erzählen – und zwar so, dass es ein jeder kapiert.

Meiner Ansicht haben sich viele Kolleginnen und Kollegen noch immer nicht richtig auf den Weg zu den sozialen Netzwerken gemacht.

Wer wie ein junger Mann gestern meint: „Auf Facebook, da schreiben sie doch immer nur, dass das Essen kalt ist“, sollte noch mal näher hinschauen und nicht nur die Postings der Freunde durchlesen.

Recherche ohne Facebook, Google+, Twitter oder  Xing  (für Gesprächspartner z.B.) ist nicht nur mal einen Blick wert, sondern sollte einfach zur normalen Arbeit dazugehören.

Just my two bits.

(Ich bin übrigens Redakteurin und Moderatorin bei einem öffentlich rechtlichen Rundfunksender).

 

 

 
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